Seit 2007 gibt es für die Endurofahrer einen weiteren Titel zu gewinnen: Die Super Enduro World Championship. Das besondere an diesem Wettbewerb ist dass er in der Halle oder in großen Stadien abgehalten wird und war im Zeitraum von Oktober bis März. Der Grund liegt auf der Hand: Zumindest auf der nördlichen Halbkugel ist es in diesen Monaten schwer, Aussenrennen auf Strecken zu veranstalten, weil sie entweder verregnet oder – noch schlimmer – vereist sind.

Die Rennen werden von der Firma ABC organisiert, die auch die Enduro Weltmeisterschaft unter ihre Fittiche genommen hat. Ausrichter wiederum ist die FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme) oder auch Internationale Motorrad-Vereinigung.

Im Wettbewerb gibt es Klassen für Männer, Frauen und Jugendliche. Mittlerweile gibt es auch Rennen in Nord- und Südamerika. Dort sind Rennen in Hallen schon von Monstertrucks und Motocross bekannt und locken hundertausende Besucher an.

In Deutschland findet das Rennen in Riesa statt in der Sachsenarena statt, in der immerhin 7000 Zuschauer Platz findet. Lokaler Favorit ist der Nachwuchsstar Manuel Lettenbichler, der in 2016 die Junior World Championship gewonnen hatte. Favorit auf den Titel dürfte aber Taddy Błażusiak sein, der bislang schon sechs Mal die Meisterschaft gewonnen hat. Mit Cody Webb ist ein Amerikaner am Start, der aus dem Trail-Bereich kommt und in den USA auch die Meisterschaft 2010 gewonnen hat. Er hatte immer schon auch ein Auge auf Enduro-Wettbewerbe geworfen und es könnte sein, das mit ihm etwas frischer Wind in die Super-Enduro-Wettbewerbe kommt. Auch Colton Haawker, Gewinner der letzten beiden Weltmeisterschaften ist wieder ganz vorne dabei.

Während diese für die Zuschauer sehr spannend sind, weil diese in der Halle einen kompletten Überblick über den Kurs und das Rennen haben, sind sie bei Enduro-Fahreren eher ein notwendiges Zwischenspiel. Der Grund liegt hier in der kurzen Strecke und den wenigen Gerade, von Straßenabschnitten gar nicht zu reden.